Vollbrand einer Stallung im Rottal: Zwei Verletzte - 40 Rinder tot

 

Eine Stallung ist am Mittwochabend in Unterdietfurt (Landkreis Rottal-Inn) abgebrannt. Ab 19.15 Uhr lief ein Großeinsatz von acht Feuerwehren und Polizei, woraufhin das Gebiet weiträumig abgesperrt wurde. Trotz des beherzten Eingreifens der über 150 Einsatzkräfte verbrannte rund die Hälfte der 80 im Gebäude befindlichen Rinder.

Die angerückten Feuerwehren mussten die Wasserversorgung unter der Bahnstrecke zwischen Mühldorf und Eggenfelden aufbauen, weshalb der Zugverkehr über zwei Stunden komplett zum Erliegen kam. Die zwei Söhne des Bauern erlitten beim Versuch Tiere aus dem Stall zu retten Rauchvergiftungen, am Donnerstagmorgen wurde einer von ihnen noch im Krankenhaus behandelt.

Mehrere Personen vor Ort forderten laut Pressebericht der Polizei, die leidenden Tiere - Kühe, Stiere und Kälber - zu erschießen. "Dem konnte die Polizei Eggenfelden nicht nachkommen", so Anton Pritscher von der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Niederbayern in der Pressemitteilung. "Aufgrund der unübersichtlichen Situation am Brandort war eine erhebliche Gefährdung der Einsatzkräfte und Zuschauer zu befürchten, ein Schußwaffengebrauch allein deshalb nicht zulässig."

Die Brandursache ist derweil noch unklar. Die Kripo Passau hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Schaden wird bisher auf rund 300.000 Euro geschätzt. - wog/pnp

Quelle: PNP